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Die Spessartine von Loliondo / Tanzania - Seite 2
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Die Fahrt führt auf der guten Asphaltstrasse zum lake Manyara, dort nehmen wir dann die Abzweigung nach Norden zum lake Natron. Über ausgedehnte Basalt-und Lavafelder führt die Piste ständig am Rand des Escarpments entlang. Genau hier zerreisst der afrikanische Kontinent und viele Millionen Jahre später wird hier ein neuer Ozean sein.
Wir passieren einen prächtig ausgebildeten Meteoritenkrater sowie den grossen Vulkan Ol Doinyo Lengai, den heiligen BeDer Fluss zum lake Natron, im Hintergrund das Escarpmentrg der Massai, der dunkle Rauchwolken ausstösst. Einige leichtere Erdbeben der Stärke 4-5 auf der Richterskala sind zu spüren. Kurz vor dem lake Natron passieren wir einen kleinen Fluss, der dem Escarpment entspringt, mit sehr schönem klaren kühlen Wasser.

Mitten im Fluss, in einer kleinen Furt, wird Mittagspause gemacht.
Weiter geht die Reise am lake Natron entlang, wir passieren ausgedehnte Aschefelder und ziehen eine riesige Staubfahne hinter uns her.

Schliesslich geht es in Serpentinen das steile Escarpment hoch, an die 700 m erklettern wir auf sehr schlechter Piste. Kurz vor dem steilsten Anstieg durchqueren wir noch ausgedehnte Felder von weissem Opal (Kaschalong), der hier in riesigen Mengen (und ausgezeichneter Qualität) zum Einsammeln einläd. Es ist nur eine Frage des Transportes!


Am frühen Nachmittag erreichen wir die kleine Ortschaft Wasso kurz vor Loliondo, wo wir ein sauberes einfaches Buschhotel finden.


14.11.2007

Bevor es weitergeht zu den Grabungsstellen, wird der Distriktskommissar aufgesucht, um unsere Anwesenheit bekanntzumachen und der Höflichkeit genüge zu tun. Unser Führer lotst uns nun Richtung Nordosten durch gebirgige Landschaft, die Piste entspricht 15 km der Strecke zur kenianischen Grenze, danach geht es noch 17 km fast ohne Piste durch den Busch. Wir sind sehr vorsichtig, da hier vor wenigen Tagen Gefechte mit somalischen Banditen stattfanden (angelockt durch das schnell um sich greifende Gerücht von neuen Edelsteinfunden).


Endlich, nach mehreren vergeblichen Anläufen, finden wir den Punkt, wo es steil in ein tiefes Flusstal geht und nach einigen Metern Abstieg sehen wir in dem Akaziengestrüpp nur noch rot, hunderte von Massai in ihrer traditionellen Kleidung wühlen in dem alluvialen Schutt nach den begehrten Spessartinen.
In der Massaisprache wird dieser Ort „Nani“ genannt. Schnell sind wir umringt von den Männern, die hoffen, von uns Auskunft zu erhalten, wo die besten Stellen zum Suchen wären.

Hunderte von Massais bestaunen die Ankunft der weissen

Überall sind kleine Grabungslöcher zu erkennen, jedoch nicht im anstehenden Fels. Unschwer zu sehen ist, dass die Spessartine zusammen mit Hämatit vorkommen, auch teils durch diesen schwarz gefärbt sind. Ein Grossteil der Spessartine ist zum Schleifen ungeeignet, ein kleiner Teil jedoch von wunderbarer orangener Farbe, bester Mandarinspessartin, vergleichbar mit den Funden aus Nigeria, Namibia und Zambia.

Tony und Reno, die nur an schleifbarem Material interessiert sind, fangen schnell an zu handeln, um möglichst gutes Material zu erhalten, während ich versuche, einige Indizien zur Lagerstättenbildung zu finden. Dies jedoch ist fast unmöglich, da kein anstehendes Gestein zu sehen ist, so dass Vermutungen übrig bleiben.

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