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Zwei Jahre später, im April 2006, wurde mir wiederum eine kleine Partie dieser „Apatit“-kristalle angeboten. Sie waren dieses Mal kleiner, jedoch sehr schön gelb und teils völlig transparent. Ein hochinteressantes Mineral, wie es schien, jedoch wusste ich immer noch nicht, um welches Mineral es sich nun handelte, da ich die in 2004 erworbenen Stücke zur Seite gelegt und dummerweise vergessen hatte. Auch hier war die Herkunft der Steine nicht zu klären, auch blieben alle Versuche, mehr von dem Material zu erstehen, erfolglos. Keiner meiner Gewährsleute wusste etwas.
Ein Bekannter hatte die Freundlichkeit, einen dieser kleinen Steine zu facettieren. Wir waren beide höchst erstaunt, was für ein prächtiger Edelstein daraus wurde. Eine Bestimmung des Brechungsindex in Kombination mit der Härte von 7,4 ergab recht schnell, dass es sich um Danburit handelt. Jedoch die Herkunft des Danburites war immer noch ein Geheimnis.
Erst im folgenden Jahr, im März 2007, kam nach und nach Licht in das Geheimnis der Herkunft. Wiederum sass ich im Office des Ottu-buildings in Arusha, auf Kundschaft wartend. Alle Broker und sonstige Lieferanten waren von meinem Freund Yona Mwunta im voraus gebeten, mir möglichst viel von dem Danburit anzubieten. Und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis ein Broker mit ca. 50 kg Material kam und mir dieses anbot. Es handelte sich um derben Danburit von sehr schöner gelber Farbe, teilweise auch in kleinen Partien so klar, dass er facettierwürdig war. Auf meine Nachfrage, wo dieses Mineral zu finden wäre, nannte er mir die Stadt Morogoro. Nun ist Morogoro erstens eine recht grosse Stadt und auch die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, die dazu auch noch beträchtliche Ausmasse aufweist. Jedoch konnte mich dieser Broker mit einem Herrn zusammenbringen, der den Danburit abbaute oder es zumindest behauptete.
 Es dauerte noch zwei Tage und viele Diskussionsrunden, bis ich mit Herrn Hussein Msangi, handeleinig wurde. Ein glücklicher, in Tanzania jedoch recht häufiger, Umstand war, dass die Truppe um Herrn Msangi im Prinzip mittellos war, sie jedoch unter dem Druck standen, die Bewohner eines der Mine benachbarten Dorfes, die die Arbeit in der Mine durchführten, bezahlen zu müssen und sich nun bereit erklärten, mich zur Mine zu führen unter der Bedingung, einige 100kg Danburit abzukaufen sowie u.U. ihnen auch weiterhin finanziell beim Abbau zu helfen. Herr Msangi hatte Proben von Danburit in Arusha und berichtete, dass sie neben Danburit auch Amazonit, Chalcedon sowie Turmalin finden würden. Dieser Bericht war natürlich höchst interessant und bewog mich, zwei Tage später mit Herrn Msangi sowie zwei weiteren Bekannten nach Morogoro aufzubrechen.
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