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Der Danburit findet sich in der Kernzone des Pegmatits. Er tritt überwiegend in derben Aggregaten auf, der Grossteil ist von hellgelblicher Farbe und opak. Seltener wird er schön gelb und auch transparent, in kleinen Partien auch völlig wasserklar und damit facettierwürdig.

Selten tritt er in kleinen Kristallen auf, allerdings konnte ich einen Kristall von 9kg Gewicht erwerben, der teils sehr schön gelb ist, teils auch einen excellenten Katzenaugeneffekt aufweist. Dies wäre der bislang grösste Kristall, der jemals gefunden worden wäre, berichteten die Dorfbewohner von Kivuma. Im allgemeinen sind jedoch die geborgenen Danburitstücke, vor allem die schönen gelben, verhältnismässig klein und erreichen selten Faustgrösse. Katzenaugeneffekte sind selten, ergeben aber geschliffen wunderschöne Cabochons. Nach Angaben der Betreiber dieses kleinen Bruches beträgt die Produktion ca. 200-300 kg je Monat, allerdings von gemischter Qualität. Da die Menge der guten gelben Stücke vielleicht nur 20% der Gesamtausbeute beträgt (meine Schätzung nach Durchsicht und Sortierung von ca. 600 kg), ist zur Zeit nicht von grösseren Mengen guten Danburites zu erwarten und bedingt dadurch auch den recht hohen Preis, der auch an der Mine zu entrichten ist. Das minderwertige Material ist kaum kommerziell zu verwenden. Facettierwürdige Stücke sind extrem selten und werden bereits in Arusha zu sehr hohen Grammpreisen gehandelt. Leider war die Zeit zu kurz, um auch die näheren Umgebung zu inspizieren, meine Begleiter wurden unruhig und drängten zum Aufbruch. Vielleicht waren sie ja auch besorgt, dass der Msungu (der weisse Mann) ihnen Konkurrenz machen könnte oder versuchen würde, diese Lagerstätte unter Claim zu nehmen. Denn es war sicher, dass dieser Abbau nicht legal war, also beim Bergamt in Morogoro als Claim eingetragen war. Aber wie auch immer – es war ein Erlebnis, eine neue Lagerstätte von einem hochinteressanten Mineral als wohl der erste Europäer kennenzulernen.
27.August 2008: Nach fast einem Jahr möchte ich diese spannende Stelle nochmals aufsuchen und benutze die Rückreise von Mahenge nach Arusha für einen Abstecher in die Uluguru-Berge. Doch die Nachricht, die ich in Kivuma erhalte, ist ernüchternd: Seit geraumer Zeit findet kein Abbau mehr statt, da die Bergleute mittlerweile zu tief in den Pegmatit gegraben haben und händisch keine Chance mehr sehen, im Abbau fortzuschreiten. Sie müssten schiessen und dafür fehlen ihnen sowohl Geräte als auch die notwendigen Geldmittel für Sprengstoff.
Die Mineralien der Reise:
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