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Mineraliensuche im Kongo - Ein Erfahrungsbericht - Seite 1
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9.8.2008, Samstag

Schon beim Landeanflug auf Lubumbashi warnte der Pilot der Kenya Airways Maschine, dass die Landung wohl etwas holperig von statten gehen würde, da die Rollbahn reperaturbedürftig wäre. Und so war es auch. Der sehr raue Empfang im Kongo setzte sich in der Ankunftshalle fort, da fast alle Offiziellen Dollars forderten für ihre normalen Dienste wie Passkontrolle, Impfzeugnis kontrollieren usw. Auch unser Gepäck war, wie es sich nach einer Stunde herausstellte, in Nairobi geblieben, da erst die Gepäckstücke des gestrigen Fluges, die auch in Nairobi verblieben waren, mitgenommen wurden. Da am Sonntag keine Maschine landen würde, müssen wir also bis Montag ohne Gepäck auskommen.
Glücklicherweise lotst uns durch das Gewusel unser Bekannter Fidèle Mpongo, der mit den hiesigen Sitten vertraut ist und auch genügend Leute kennt. Fidèle ist Mineralienhändler, beschäftigt viele Menschen seines Clans mit der Ausbeute kleinerer Vorkommen bzw. auch alter, nicht mehr in Betrieb befindlicher Bergwerke und kauft auch von den Bergleuten Material auf.


Der erster Eindruck von Lubumbashi, dass ich 1966  zuletzt  besucht hatte, ist deprimierend. Es war auch damals keine schöne Stadt, jedoch zumindest intakt,  jetzt aber zeigte sie sich  mit vielen völlig zerstörten Häusern, auStrassenszene in Lubumbashi ch vielen halb wieder aufgebauten und ansonsten staubig, dreckig und trist.
Fidèle schleppte uns sofort in eines seiner Lager und präsentierte uns seine Schätze wie Citrin xx und natürlich Malachit in allen Formen: Stalaktiten, nierige Knollen, faserige Aggregate. Er berichtete stolz, dass er quasi der Einzige wäre, der in grösseren Mengen die begehrten Mineralien liefern könne, da er mit viel Bakschisch Protektion auch von höchster Stelle geniesse und sämtliche notwendigen Papiere besitze, die zum Abbau und Aufkauf von Mineralien notwendig seien. In der Tat ist eine Genehmigung notwendig zum Aufsuchen und Aufkaufen von Mineralien, die vom Service des Mines ausgestellt wird und nur US $ 500 je Person kostet.

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