12.8.2008 Dienstag
Da die nächste Kenya Airways Maschine erst morgen ankommt, versuchen wir, von der Minenpolizei die Genehmigung zum Besuch der Bergwerke zu erhalten. Mit Hilfe unserer einheimischen Freunde besuchen wir den Chef der Polizei in seinem Haus.Wir erhalten den Besucherpass, er kost et nur $ 200 pro Person. Anschliessend müssen wir noch zur „Sécurité“, der Geheimpolizei, auch dort erhalten wir die notwendigen Dokumente gegen ein Taschengeld von $ 50. Diese Genehmigungen gelten für die privaten Minen wie Tantara u.a.. Da wir jedoch auch die staatlichen aufsuchen wollen, versuchen wir, bei der Gécamines, der staatlichen Minengesellschaft (früher Union minière de haute Katanga) die entsprechende Erlaubnis zu erhalten. Wir werden gebeten, einen schriftlichen Antrag zu stellen, das Ergebnis sollte uns später mitgeteilt werden.
13.8.2008 Mittwoch
Dieselbe Prozedur am Flugplatz. Hunderte drängen sich um das Gepäckförderband, um ihr Gepäck zu erhalten. Da die Nummer jedes Gepäckstückes umständlich per Hand in eine Liste eingetragen wird, dauert dies entsprechend lange. Unser Gepäck ist nicht mitgekommen. An diesem Nachmittag suchen wir den Chef der hiesigen Kenya Airways-Niederlassung auf und machen einen ziemlichen Druck, um zumindest die Claim-Nummer unserer Gepäckstücke zu erhalten, ohne die eine weitere Bearbeitung nicht möglich ist. Erst weigert er sich mit der Begründung, es wäre hier nicht möglich. Nach Androhung von erheblichen rechtlichen Schritten sowie der Drohung, die Deutsche Botschaft einzuschalten, bequemt er sich, in Nairobi anzurufen und wir erhalten die Nummern.
14.8.2008 Donnerstag
Ein erneuter Besuch bei Kenya Airways hat als Resultat, dass unser Gepäck mittlerweile in Kinshasa ist und mit einer Frachtmaschine heute Nachmittag in Lubumbashi ankommen soll. Als Begründung wird uns angegeben: In Lubumbashi gäbe es nicht genügend Kerosin, daher müsste die Maschine alles selber mitschleppen. Da die Maschine jedoch eine Boeing 733-700 ist, also eine Mittelstreckenmaschine, ergibt dies keinen Sinn. Eher wahrscheinlich ist, dass sie erhebliche Mengen an teuer bezahlter Fracht mitnehmen, um die boomende Minenindustrie zu versorgen. Dafür lässt man gerne die paar hundert Passagiere verärgert zurück. Wir sind um 15 Uhr wiederum am Flugplatz, da die Frachtmaschine aus Kinshasa um diese Zeit landen soll. Wie geahnt kommt natürlich keine Maschine an, Nachfragen ergeben, dass die Frachtmaschine zumindest gestartet ist. Und tatsächlich, fast schon nicht mehr zu glauben, um 18 Uhr landet sie. Wiederum ist das Gepäckband umlagert, man kennt sich inzwischen und begrüsst sich voller Freude, nun endlich weiter reisen zu können. Um 20 Uhr haben wir endlich unsere Koffer.
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