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Mineraliensuche im Kongo - Ein Erfahrungsbericht - Seite 5
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17.8.2008 Sonntag

Das kleine Hotel, dass einer unserer Bekannten für uns reservierte, kostet nur $ 150 je Nacht und Person, der Standard ist natürlich sehr dürftig. Nach Betätigung der Klospülung steht das Bad unter Wasser, da die Dichtungen am Spülkasten von dem sehr eisenhaltigen Wasser völlig verkrustet sind. Aber das sind Kleinigkeiten, das Zimmer ist zumindest sauber.
Wir bitten die beiden Mineralienhändler, Fidèle Mpongo und Kabwe Mupini, zu uns ins Hotel, um gewisse Vorwürfe zu klären, die mittlerweile aufgetaucht sind. Ich vermute, dass der erstere mit den Sicherheitsleuten in Likasi telefonierte, um uns den Besuch der Gruben zu erschweren bzw. sogar unmöglich zu machen. Wir sollen wohl nicht erfahren, wie die Preise dort vor Ort sind. Die Reaktion auf die Vorhaltungen bestärkt mich in diesem Verdacht und ich beschliesse, hier auf dieser Reise nichts zu kaufen. Mathias, mein Begleiter, verhandelt weiter mit den beiden in der Hoffnung, doch noch zu einem Geschäftsabschluss zu bekommen. Nochmals besuchen wir die Lager der beiden, da neue Steine angekommen waren, darunter Shattukit, Malachit gebändert und auch eine sehr schönes Stück Malchit in unbeschädigten Stalaktiten (dieses sollte $ 3000 kosten, hier im Kongo!!).
Mathias palavert mit Fidèle und soll finanziell in Vorleistung treten, da der Kongolese kein Geld hat, die noch fehlenden Mineralien heranzuschaffen. Es muss eine gewisse Menge zusammenkommen, damit es sich lohnt, einen Container in Lusaka (Zambia) zu füllen. Ich andrerseits warne Mathias ständig, darauf einzugehen, da einmal bezahltes Geld für immer verschwunden ist. Es ist auch der Zeitfaktor, der mir Kopfzerbrechen macht. Wir müssten die gelieferten Mineralien ja in Zambia auf ihre Qualität und Menge kontrollieren, auch sollte dort die Restzahlung erfolgen. Nur hat man in Zambia für Transittransporte nur drei Tage Zeit, ansonsten macht der zambische Zoll erhebliche Probleme. Ich bezweifle, dass die Kongolesen die gewünschten Mengen an Mineralien in der relativ kurzen Zeit auftreiben und pünktlich nach Lusaka bringen können und rate wiederholt von dem Vorhaben ab.

Eine Partie Malachit von sehr guter Qualität bei einem Mineralienhändler in Lubumbashi
Letztlich scheitert Mathias mit seinen Verhandlungen, da Fidèle zu viel Geld im voraus möchte, dass selbst Mathias kalte Füsse bekommt.
Wir konzentrieren uns nun auf Kabwe Mupini, aber auch dieser benötigt zumindest 15.000 $, um weiter arbeiten zu können. Die Lieferanten der privaten Minen verlangen Bargeld bei Lieferung und dieses hat er nicht. Wiederum rate ich ab.

 

18.8.2008 Montag

Morgens trifft Kabwe ein und hofft, nun endlich feste Bestellungen zu erhalten. In der Nacht hatte ich mir jedoch den Kopf zerbrochen, wie unter all diesen Schwierigkeiten es zumindest einigermassen gewährleistet sein könnte, ohne grosses Risiko des Geldverlustes an Mineralien zu kommen. Das Ergebnis dieser Überlegungen brachte mich dazu, diese Reise abzubrechen und es später nochmals zu versuchen. Dann mit besserer Vorbereitung, basierend auf den jetzt gemachten Erfahrungen sowie einigen persönlichen Verbindungen, die sich ergeben hatten. So hatten wir am letzten Tag die Einladung von der amerikanischen Firma Phelps-Dogde erhalten, ihren Tagebau in Tenke-Fuguruma zu besuchen. Dies wäre allerdings nicht genug, um im Kongo zu bleiben, es bleibt jedoch eine Option für einen späteren Besuch.

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Die Mineralien der Reise:

Malachit, Chrysokoll

Kolwezi, Katanga, Kongo
1 Stück (8x5cm)
14,00 €

inkl. 19% MwSt.