Sprache wechseln Sprache wechseln Sprache wechseln
Die Rubine in Zoisit von Longido - Seite 2
Seiten: 1 2 3 4 5  [nächste Seite]

Die Geschichte der Mine

1949 durchstreiften zwei britische Prospektoren von Kenya kommend das Grenzgebiet zwischen Tanzania und Kenya auf der Suche nach Edelsteinen. Nach zwei Wochen Herumwanderns im Massaistammesgebiet über die Hügel und Berge war der Erfolg gleich null.

An einem späten Nachmittag stiess einer der beiden, Tom Blevin, in einer kleinen Senke zwischen zwei Hügeln, die fast vegetationslos war, auf einen gut 100 m langen Ausbiss eines grünen Gesteins sowie auf zahlreiche herausgewitterte Rubinkristalle. Er erkannte rasch, dass der Zoisit das Trägermineral des Rubins war, zumal er auch auf nur halb herausgewitterte, noch im Zoisit steckende Rubine traf. Diese ersten Funde lieferten excellente facettierwürdige Rubine, die in späteren Jahren nur noch sehr, sehr selten angetroffen wurden. Tom und sein Partner investierten mehrere Jahre Arbeit in die Lagerstätte in der Hoffnung, mehr von diesen guten Rubinen zu finden, gaben jedoch frustriert auf, nachdem ihnen kein Erfolg beschieden war. Das Potential des Rubin-Zoisit als Ornamentstein wurde von ihnen seinerzeit nicht erkannt.Der Förderschacht der Rubin-Grube

1963 wurde in Daressalam die TANGANYIKA CORUNDUM COMPANY (TCC) gegründet, die die Mine übernahm und betrieb. Abgebaut wurde Rubin-Zoisit als Ornamentstein und Rubin in Cabochonqualität.

Die tanzanische Regierung erliess 1967 in der „Arusha declaration“ einen Erlass, der zur Verstaatlichung sämtlicher wirtschaftlich wesentlicher Betriebe und Rohstoffvorkommen führen sollte. Im Zuge dieser Nationalisierung wurde die Mine 1970 von der neugegründeten TANZANIA GEMSTONE INDUSTRIES LTD. (TGI) übernommen. Diese wiederum ging einen joint-venture ein mit der TOFCO, einer Schweizer Gesellschaft, sowie der TANSWIT MINERALS LTD., einer einheimischen Firma. Diese drei gründeten 1987 die LONGIDO GEMSTONE MINING COMPANY  LTD. (LGMC), die die Grube von Juli 1994 bis Juli 1996 betrieb.

Im Juli 1996 wurde die Lizenz der LGMC von der Regierung widerrufen und der joint-venture zerbrach als Folge des Lizenzentzuges und interner Probleme der drei Partner.

Während der folgenden zwei Jahre wurde die Mundarara-mine mehr oder weniger herrenlos. Die technischen Übertage-Anlagen wurden ausgeplündert, untertage wurde illegal abgebaut ohne Rücksicht auf Sicherheit. Der Raubbau hinterliess das Grubengebäude in einem desolaten Zustand.

Im Juli 1996  wurde ein neues joint-venture gegründet. Die TGI und die TANRUBY gründeten die MUNDARARA RUBY MINING COMPANY LTD. (MRMC). Diese neue Gesellschaft erhielt eine Abbaulizenz ML 26/97  für 25 Jahre ab Beginn Dezember 1997.

Die Mine wurde im Februar 1998 wieder eröffnet, die Produktion begann im Juli 1999, nachdem die gröbsten Schäden unter Tage und übertage beseitigt waren.

Seiten: 1 2 3 4 5  [nächste Seite]