| Die Rubine in Zoisit von Longido - Seite 3 |
GeologieDie in dieser Region ausbeissenden Gesteine gehören zu der metamorphen Usagara-Formation des Präkambriums. Dominant sind Gneise, Amphibolite und Quarzite treten in dünnen Lagen auf. Bedeckt werden diese Gesteine von Kalktuffen jungen Alters. Das Generalstreichen beträgt 165 Grad bei einem steilen Einfallen nach Osten.
Der Rubin ist an den grünen, chromhaltigen Zoisit gebunden. Dessen Mächtigkeit schwankt zwischen 60 cm und knapp zwei Meter. Die Verteilung des Rubins ist völlig unregelmässig, er tritt in Nestern auf. So war ich bei meinem ersten Besuch in der Mine im Jahr 2000 überrascht, untertage nur einen kümmerlichen Rubin in situ zu sehen. Der MineralbestandZoisit ist das Hauptmineral. Die Farbe schwankt beträchtlich zwischen einem sehr hellen Grün und einem tiefdunklem Grün. Diese Farbe wird durch den nicht unbeträchtlichen Chromgehalt verursacht. Rubin ist zweifellos das interessanteste Mineral. Im allgemeinen tritt er in Nestern im Zoisit auf als konturlose klumpige Aggregate. Die Farbe schwankt zwischen einem sehr hellen bis zu tiefem Rot, oft abhängig von feinsten Einlagerungen von Diaspor. Gute Kristalle mit dem ausgeprägten hexagonalen Querschnitt sind verhältnismässig selten, können dann aber bis zu 30cm Durchmesser aufweisen, häufig ist ein schöner zonarer Aufbau zu beobachten. Freigewachsenen Kristalle sind äusserst selten, da es keine Hohlräume oder Drusen gibt.
Alumotschermakit durchsetzt den Zoisit in mehr oder weniger grossen Partien. Das Amphibol ist tiefschwarz. Auch treten grosse Partien von massivem Amphibol auf, die des öfteren sehr schöne Rubine enthalten. Die Rubine im Amphibolit haben oft eine tiefrote Farbe und sind meist von besserer Qualität als diejenigen im Zoisit. Kristalle von Alumotschermakit sind selten, aber dann oft sehr gut ausgebildet, allerdings immer eingewachsen.
Diaspor ist ebenfalls recht häufig. Leider durchsetzt dieses weisse Mineral die Rubinkristalle und mindert damit die Qualität beträchtlich. Allerdings freut dies die UV-Liebhaber. Beide Mineralien fluoreszieren unter der Langwelle sehr schön (Rubin tiefrot, Diaspor weiss-gelb ), der Kontrast der beiden Farben ist beeindruckend. Diaspor wurde bislang meines Wissens nach nur derb angetroffen. Albit ist ebenfalls weitverbreitet. Häufig bildet er Aureolen um gute hexagonale Rubinkristalle. Sehr häufig tritt er in Nestern im Amphibolit auf. Phlogopit ist das "Sorgenkind" des Bergbauingenieurs. Er tritt in grossen Nestern auf, bräunlich-blättrig. Es sind durchaus Nester von 20m Ausdehnung, das sonst sehr feste Grubengebäude ist an diesen Stellen sehr gebrächig und damit unsicher. |











