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Die Rubine in Zoisit von Longido - Seite 4
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Die Technik

Das Grubengebäude wird durch einen tonnenlägerigen Schacht erschlossen, der dem Einfallen des Zoisit-flözes folgt. Das Einfallen beträgt ca.60% nach Süden. Die Teufe beträgt z.Zt. ca. 240m, man hat den Wendepunkt der Synklinale erreicht und damit die Grenze des Konzessionsgebietes. Die Förderung erfolgt durch einen Skip, der im Schacht verläuft. Zum Schacht selber wird das Fördergut per Schubkarre oder auch händisch gebracht.Halde der Mundarara Rubin-Mine

Ein Wetterschacht sorgt für ausreichende Belüftung. Beidseitig des Schachtes sind Förderstrecken im Streichen der Lagerstätte aufgefahren, jeweils ungefähr 120m, mehr ist mangels Wetterzufuhr nicht mehr möglich. Hier wäre noch ein erhebliches Potential der Lagerstätte zu sehen, da man im Streichen die Konzessionsgrenze noch nicht erreicht hat, jedoch sind dann Investitionen notwendig, die im Moment von den Eigentümern nicht aufgebracht werden wollen oder können. Die Energieversorgung der Mine sowie der übertägigen Anlagen wird durch einen Dieselgenerator gewährleistet. Gebohrt wird mit Druckluft. Die Grube ist für afrikanische Verhältnisse erstaunlich gut strukturiert und organisiert, obwohl Mangel an Kapital und die wiederholten Plünderungen vor allem an den übertägigen Gebäuden deutliche Spuren hinterliessen.

Die Vermarktung

Der Rubin wird fast ausschliesslich zu Ornamentzwecken gefördert, Material für Cabochons ist selten. Neben Sammlern, die natürlich mehr an den schönen hexagonalen Kristallen interessiert sind, sind es vor allem die Graveure in China, Indien und Peru, die grössere Blöcke von Rubin/Zoisit wünschen. Kleineres Stückgut wird gerne zu Trommelsteinen und Ketten verarbeitet. In Tanzania werden auch gute Zoisitblöcke zu Fliesen verarbeitet, in einigen Hotels kann man diese bewundern. Dementsprechend wird das geförderte Material sortiert in:

Specimens, hierunter fallen die Kristalle mit gutem hexagonalen Querschnitten. Dieses Material ist am teuersten, wobei der Preis je kg mit dem Gewicht des Stückes steigt, also je grösser der Block, desto höher der Preis je Kilo.

Ruby block, dies sind die grösseren Stücke mit ca.70% Rubin ohne erkennbare oder nur schlechte Kristallumrisse. Auch hier sind schwerere Stücke pro Kilo teurer als kleine.

Ruby blocks im Lagerraum der Grube

Ruby spots, darunter fallen grosse oder kleine Zoisitblöcke mit eingesprenkelten kleinen Rubinen. Dies ist die preiswerteste Ware.Größere Zoisitblöcke mit ruby spots

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