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Die Sphenkristalle von Mpapwa - Seite 1
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         Auszugsweise veröffentlicht in LAPIS, Ausgabe Oktober 2009

 

Seit ungefähr einem Jahr sind sie in Arusha auf dem Markt, die schönen grünen Kristalle von Titanit, oft in

bestechend perfekten glasklaren Exemplaren von durchaus beeindruckender Grösse. Und, Hand aufs Herz, hätten Sie den Fundpunkt des oben abgebildeten Stückes in Zentralafrika vermutet?

Natürlich sind solche Prachtexemplare selten und auch in Arusha nicht gerade billig. Da die tanzanischen Händler sich mehr auf schfeifbares Material verstehen und die Sphene teils sehr sauber – und damit facettierbar – sind, gilt dieses Material in Tanzania ersteinmal als Edelstein und damit als sehr teuer, zumal den Diggern und Händlern noch keine Markterfahrungen vorliegen.Titanitzwilling mit ausprägter Zwillingsnaht, Länge 2,8 cm

Im Dezember 2008 ergab sich für mich die Möglichkeit, diese Fundstelle aufzusuchen. Vorausgegangen waren wie immer gründliche Recherchen, wo genau denn nun die Fundstelle liegt, denn angegeben wurde entweder Mpapwa oder Kongwa, beides grössere Ortschaften im Gebiet von Dodoma.

Schliesslich gelang es doch, mit Hilfe meiner Freunde in Arusha, die Lage der Abbaue zu präzisieren sowie in Mpapaw einen Einheimischen als Führer zu engagieren. Aus bitterer Erfahrung wusste ich, dass Wegbeschreibungen von Afrikanern, die kein Auto fahren, zumeist sehr irreführend sind.

Mit von der Partie war Honorine Umutoni aus Rwanda sowie ein befreundetes Ehepaar, Astrid Hess und ihr Mann Bernd von der Firma One World Minerals GbR, die – als grosse Kenyafreunde – auch einmal etwas von Tanzania sehen wollten und durch meine Erzählungen von diesem schönen und so sehr mineralreichen Land begeistert waren.

Die Rubeho-Berge, in denen die Sphenfundstelle liegt

Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten, von Arusha aus das Gebiet von Dodoma zu erreichen. Die bequemere Fahrtroute ist die Asphaltstrasse über Moshi – Korogwe – Morogoro, diese Strecke ist jedoch doppelt so lang wie die unbefestigte Piste über lake Manyara - Kondoa – Dodoma (ca. 500 km). Nun, wir wählten die Piste, zumal man hier nur wenige Kilometer an einer Fundstelle für excellenten Chrysopras (Haneti) vorbeifährt und die Chance besteht, einige Kilo von wirklich gutem Material zu erwerben. Das Material wurde uns auch vorgeführt, jedoch der geforderte Preis von US $120 je Kilo war mir doch zu hoch.

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