Sprache wechseln Sprache wechseln Sprache wechseln
Die Almandine von Vorondolo - Seite 1
Seiten: 1 2 3 4  [nächste Seite]

Tonga soa Madagascar

Mineraliensuche in Madagaskar – Die Almandine von Vorondolo

Monsieur Gilbert traf ich im Dezember 2009, ein freundlicher ruhiger Herr, der zu mir ins Hotel in Antsirabé kam und mir erstaunlich schöne Almandinstufen anbot. Es waren keine grossen Stücke, aber die Kristalle waren scharfkantig, zum Teil unbeschädigt und auch der Glanz war ordentlich.Die Almandine von Vorondolo

Später konnte ich diese Stufen bei zahlreichen Händlern in Antsirabé wieder sehen, sie schienen durchaus nicht selten zu sein. Wie üblich, fragte ich Herrn Gilbert nach dem Kauf einiger seiner Almandinstufen, ob es möglich sei, seine Mine besichtigen. Ja, natürlich, dies wäre kein Problem. Auf dieser Reise erlaubte es leider die kurze Zeit nicht, seine Einladung anzunehmen, jedoch im Mai 2010 ergab sich die Gelegenheit.
Bei unserer Ankunft in Antsirabé präsentierte uns Monsieur Gilbert bereits eine sehr gute Auswahl von schönen Almandinen, die er in den verflossenen Monaten für uns aufgehoben hatte. Seine Mine (in Madagaskar nennt man alle Aufschlüsse „carrière“ - dies französische Wort heisst normalerweise übersetzt „Steinbruch“ – gleichgültig ob tiefes Bergwerk oder simples Loch im Gelände) mit dem Namen „Jalamitana“ (ausgesprochen Tsalamitána) liegt hoch über dem Manandonatal im Süden von Antsirabé. Nach 32 km Fahrt auf der RN 7 nahe der Ortschaft biegt eine kleine Piste nach Osten ab, finanziert von einem bekannten italienischen Mineralogen.Hier wurde unserem Fahrer die Piste doch zu schlecht. Das starke Gefälle ist auf dem Foto nur bedingt zu erkennenAllerdings war nach ein paar Metern auf der sehr steilen Piste, die zudem von tiefen ausgewaschenen Rinnen durchfurcht war, klar, dass selbst für die Vierradfahrzeuge die Strecke zu riskant war. Also marschierten wir stramm bergauf, ca.500 Höhemeter waren zu überwinden. Belohnt wurden wir u.a. durch einen wunderschönen Blick über das Manandona-Tal (hier ist die Tylokalität der Manandonitkristalle). Die Bergtäler sind teilweise dicht bewachsen von Kiefern, durchaus angenehm in der warmen Sonne.

Seiten: 1 2 3 4  [nächste Seite]