| Mineraliensuche im Kongo - Ein Erfahrungsbericht - Seite 2 |
10.8.2008, SonntagHeute soll die erste Exkursion stattfinden und zwar gilt es, die Lagerstätte Tantara aufzusuchen, einen Wunsch, der schon lange in mir reifte, seit ich die ersten Dioptase von diesem Fundort sah. Sie erinnern mich in ihrer Ausbildung an diejenigen von Renéville in Kongo-Brazzaville, einen Ort, den ich in den Jahren 1969 und 1973 dreimal besucht hatte. Da dieser kleine Fundort mittlerweile völlig ausgebeutet ist (nicht nur von mir!), interessierte mich Tantara ungemein. Das Problem jedoch ist, wie uns Freund Fidèle schilderte, dass der Zugang dorthin nur durch die Sperrzone von Shinkolobwe führt und auch durch sonst zum Erfolg führendes Trinkgeld (in swahili „posho“, ein äusserst wichtiges Wort) nicht zu lösen wäre. In diesem Zusammenhang erfuhr ich auch, dass die berühmte Uranlagerstätte Shinkolobwe zwar längst stillgelegt ist, jedoch kundige Afrikaner des nachts die ihnen bekannten Gänge weiterhin händisch ausbeuten und durchaus grössere Mengen an massiver Pechblende sowie sekundäre Mineralien fördern.
11.8.2008, MontagZurück in Lubumbashi versuchen wir erneut, am Flughafen unser Gepäck zu erhalten, ohne Erfolg. Es ist wieder nicht eingetroffen. Hunderte von anderen Passagieren warten ebenfalls, es spricht sich herum, dass seit drei Wochen das Gepäck von Kenya Airways-Passagieren zum grossen Teil nicht ankommt und einige bereits zwei Wochen warten. Da wir noch nicht zu den Minen können, suchen wir ein billigeres Hotel, es ist nicht zu machen.. Einfache Hotels kosten zwischen 120 $ und 180 $ pro Mann und Nacht. Wir dürfen auch nicht zusammen in einem Zimmer schlafen, im Kongo gilt das Gesetz, dass zwei Personen gleichen Geschlechts über 14 Jahren nicht zusammen übernachten dürfen. Dies macht die ganze Geschichte noch teurer. |








