| Die Rubine in Zoisit von Longido - Seite 5 |
Die Aussichten der Mundarara Mine sowie weitere Lagerstätten:Ohne grössere technische Investitionen in das Grubengebäude (ein neuer Schacht müsste abgeteuft werden, Bewetterung muss verbessert werden) dürfte die Förderung in der Mundarara Grube immer geringer werden, was in den letzten Jahren bereits zu beobachten war. Da die Partner sich nicht immer einig sind und auch die notwendigen finanziellen Mittel nicht zur Verfügung gestellt werden, sieht es im Moment (September 2008) nicht gut aus. Dies folgt aus einem Gesprächt mit Philip Mkenga, der zur Zeit den Abbau betreibt. Der südliche Schenkel der Synklinale wird von Massai in einem kleinen Tagebau abgebaut mit finanzieller Hilfe eines indischen Geschäftsmannes aus Arusha. Leider war es mir nicht möglich, von diesem Teil der Lagerstätte Fotos (von nahem) oder Skizzen anzufertigen, die Massai sind äusserst misstrauisch, da sie fürchten, man wolle ihnen die Lagerstätte abnehmen. Allerdings konnte ich feststellen, dass die bisherige Förderung aus kleinstückigem Material minderer Qualität besteht. Dies könnte sich jedoch mit zunehmender Teufe durchaus ändern.
Eine weitere höffige Zone liegt in den Muriatata-Bergen, ca.30 km westlich der Mundarara Mine. In dieser Region versuchen zwei Unternehmer, vergleichbare Zoisit/Rubine zu finden. Eine Grube konnte ich im September 2008 aufsuchen. Die geologischen Verhältnisse sind ähnlich, allerdings treten hier mehrere Zoisitlagen schwächerer Mächtigkeit auf, durch zahlreiche Störungen leider nicht einfach zu verfolgen. Das Material (5 Tonnen), das man mir präsentierte, konnte in der Qualität der Mundarara-mine nicht mithalten. Allerdings steht man hier erst am Anfang der Prospektion. Es wird in der Zukunft sicherlich spannend werden, vielleicht ist dies der Anfang einer neuen ergiebigen Lagerstätte.
Die Mineralien der Reise: |





Auch der Mineralbestand scheint ein geringfügig anderer zu sein. Natürlich kann auf Grund der nur geringen Menge an gefördertem Material kein abschliessendes Urteil gefällt werden, jedoch wird hier neben dem
Rubin/Zoisit eine nicht unerhebliche Menge an Magnesit gefördert, die auch kommerziell verwertet wird.


